Caroline Bayer

Ruppe KopselleckMetropolis

Anja BauerRaumzeichnungen

URS BUGMANN citygrid

DR. FRITZ EMSLANDERWandnahmen

Westfälische NachrichtenCaroline Bayer im toma.

Seit Mitte 2008 finden in dem Treppenhaus des alten Arbeiterhauses regelmäßig Ausstellungen statt. Unter anderem haben hier schon Stephan US, Anke Gollub oder Trude Neuhaus speziell für den Raum geschaffene Installationen gezeigt. Das finanzielle Versprechen ist es sicher nicht, das renommierte Künstler antreibt, für diesen Ort eigene Arbeiten zu entwickeln. Eher der Reiz Installationen und künstlerische Positionen für einen scheinbaren UN-Ort entstehen zu lassen. Doch so abwegig ist der Raum als Kunst-Ort vielleicht gar nicht. Fragen nach dem privatem und dem öffentlichen Raum stellen sich gerade hier besonders und wurden in den letzten anderthalb Jahren vielfältig beantwortet. Nun darf man mit den Hausbewohnern des Breul 34 gespannt sein, auf die nächste Position im "Treppenhaus of Modern Art". Caroline Bayer, die an der Kunstakademie Münster studierte, 2007 mit dem GWK Förderpreis ausgezeichnet wurde und mittlerweile auch international ausstellt, lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen an dem vielleicht ungewöhnlichstem regelmäßigem Kunst-Ort in Münster eine Ausstellung zu realisieren. Durch ihre großformatigen Wand- und Bodenzeichnungen, die sie an öffentlichen Orten ebenso wie in geschützten Ausstellungssälen anbringt, stellt Caroline Bayer einen ästhetischen Raum her, der den vorgefundenen umdefiniert und Orte des urbanen Raums konstruktiv kritisiert. Aus Fotos und Skizzen realer architekto-nischer Situationen abstrahiert die Künstlerin eine repräsentative zeichnerische Form, welche sie, auch unter Berücksichtigung der menschlichen Maße, auf den Ausstellungsraum bezieht und mit Gewebeband und Farbe auf Wand und Boden appliziert. Als Moment des Raums restrukturiert die Zeichnung diesen Raum selbst. Sie weitet ihn in ihrer illusionären Dreidimensionalität und nobilitiert ihn durch ihre Schönheit. Caroline Bayers Arbeiten erschaffen alternative Kunst-Orte, in denen die banalen Orte der Alltagswelt ästhetisch aufgehoben sind und die Raum im emphatischen Sinn als Ort, als Lebensraum erfahrbar machen. 

Datum: So. 21.02.2010
Uhrzeit:15:00 Uhr - 18:00 Uhr


Weitere Termine:

So.28.02.2010      15:00 Uhr - 18:00 Uhr